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Soundinstallation Farben
Farben ist ein Soundinstallation im öffentlichen Raum.
Sie schafft einen poetischen Klangraum, der mit dem Raum-Zeitempfinden der Besucher spielt. Der Raum beschleuingt und verlangsamt, erhellt und verdunkelt sich.
Mithilfe von Sensoren wird die Bewegung der Besucher zum Parameter für die Aktivität der Arbeit.
Ausgangspunkt ist der öffentliche Raum mit seinen Klängen und Geräuschen in seiner architektonischen, sozialen, funktionalen und rhythmischen Struktur. Aus diesen Farben (Charakteristika) entwickelt sich die musikalische Sprache der Komposition, das Klangmaterial und die Kompositionsstrategie, die immer wieder aufs neue mit den akustischen Ereignissen vor Ort in Dialog treten. Teile des Klangmaterials werden vor Ort eingespielt, Vorproduziertes am Ort gestimmt und die Komposition im konkreten Raum erstellt.
"Das Soundenvironment wird zum Instrument, das Instrument wird zum Soundenvironment"
Aufbau der Soundinstallation Farben in Innsbruck
Kunstpavillon, 26. Juni bis 15. Oktober 2003
Im Außenraum des Kunstpavillons in Innsbruck wurden fünf Lautsprecher verwendet, die sich in drei Qualitäten unterscheiden lassen:
A zwei Breitbandlautsprecher angebracht an der Eingangswand des Pavillons,
B zwei Phillipshörner installiert in den Bäumen vor dem Kunstpavillon,
C ein Cube (Betonwürfellautsprecher).
A + B sind Eckpunkte eines Vierecks in dessen gedachten Mittelpunkt C installiert ist.
A, B + C unterscheiden sich extrem in ihrem Klang- und Abstrahlungsverhalten.
A repräsentiert unseren gewohnten, „neutralen“ Lautsprecherklang.
B sind Hörner, die den Klang färben und verändern.
C ist ein Betonwürfellautsprecher mit neutralem Klang, dessen Besonderheit in seiner Erscheinung und Abstrahlverhalten liegt; sein Klang hat keine Richtung.
Dieser Lautsprecher wurde von Bruce Odland/Sam Auinger 1990 für Installationen im öffentlichem Raum entwickelt. Bespielt werden die fünf Lautsprecher von einem Sampler, der die Komposition (Midifile) und das Klangmaterial (Samples) verwaltet. Gesteuert wird dieser von einem Logicboard, das seine Impulse von zwei Bewegungsmeldern, installiert bei A, erhält. Die maximale Dauer eines möglichen Durchlaufs von „Farben“ ist 60 Minuten.
Die Installation ist so aufgebaut, dass sie sich unauffällig in das Erscheinungsbild des Kleinen Hofgarten einfügt.
Material und Komposition: Sam Auinger, Hannes Strobl
Installationsaufbau: Gerd Thaller
Installationselektronik: Gerald Schalek
www.netzradio.de/tamtam
Kurator: Lucas Drexel
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